Öffnungszeiten: Montags - Donnerstags 10-16 Uhr, Freitags 10-14 Uhr

Eine Welt, keine Sklaverei - Demokratie braucht Gute Arbeit

Ausstellungstruck und Diskussionsveranstaltung mit einleitendem Vortrag

Der missio-Truck verdeutlicht diese Thematik auf globaler Ebene: er bietet einen 25-minütigen Rundgang durch fünf thematisch gestaltete multimediale Räume, geführt von der virtuellen Begleitfigur „Chris“. Gruppen von drei Personen können so interaktiv die bedrückende Wirklichkeit moderner Sklaverei in verschiedenen Kontexten erkunden – auf Teeplantagen in Indien, in deutschen Fleischfabriken oder auch auf Kreuzfahrtschiffen. Dabei wird klar, was moderne Sklaverei auch mit unserem Leben in Deutschland zu tun hat.

Der missio-Truck macht zunächst für vier Tage an der BBS 1/ Arnoldischule und am Hainberg-Gymnasium Station und ist für die Öffentlichkeit am 11. September von 16.00-20.00 Uhr sowie am Samstag, 12. September 2026 von 10.00 bis 16.00 Uhr auf dem Albaniplatz frei zugänglich.

Diskussionsveranstaltung „Eine Welt, keine Sklaverei – Demokratie braucht Gute Arbeit“ am 11. September 2026 um 17.00 Uhr

Zusätzlich zur Ausstellung findet eine Diskussionsveranstaltung am Freitag, 11. September 2026 von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr im Raum 18 bei Arbeit und Leben Niedersachsen (Lange-Geismar-Straße 72-73, 37073 Göttingen) statt. Neben dem globalen Blick wird auch für die spezifisch regionalen Gegebenheiten sensibilisiert, da ausbeuterische Arbeitsverhältnisse auch in unserer Gesellschaft offen vorhanden sind. In Rahmen der Diskussionsveranstaltung mit einleitendem Vortrag von Dr. Felix Bluhm (Inst. Für Soziologie/ Univ. Göttingen) und Dr. Peter Birke (Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen) soll hinterfragt werden, ob es in Deutschland auch unfreie Arbeit gibt und wie sich in Deutschland die Arbeitsbedingungen gestalten bzw. welche Auswirkungen dies auf demokratische Beteiligung hat. Auf dem Podium diskutieren neben Dr. Peter Birke Paul Idu (Beratungsstellen für mobile Beschäftigte in Niedersachsen), Iris Rupprecht und Susanne Scholz (Betriebsrätinnen der UMG Klinikservice GmbH) und Johann Mesecke (Geschäftsführung von Naturkost Elkershausen). Die Diskussionsrunde wird durch Noreen Hirschfeld (Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Göttingen) moderiert. 

Die AG Politische Bildung der BIGS will eine Debatte darüber anregen, dass „Gute Arbeit“ eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren demokratischer Gesellschaften ist. Dazu gehört unter anderem, dass es eine menschengerechte, fair bezahlte und gesundheitsfördernde Arbeit ist. Denn menschenunwürdige ausbeutende Arbeitsbedingungen erschweren massiv die gesellschaftliche Teilhabe der von ihnen betroffenen Menschen. Dadurch wird strukturelle Diskriminierung gefestigt und diskriminierende und rassistische Stereotypen verstärkt. Diskriminiert werden in diesem Kontext häufig Migrant*innen, vor allem aus Nicht-EU-Staaten, insbesondere bei Lieferdiensten, oder Frauen, insbesondere im Bereich Pflege/ Gesundheitswesen. 

Diskussionsveranstaltung und Ausstellungstruck stellen zudem die Auftaktveranstaltungen der Fairen Woche der Stadt und des Landkreises Göttingen dar. Die Diskussionsveranstaltung und die
Präsentation des Missio-Truck in Göttingen werden gefördert durch missio Aachen/ Engagement Global des BMZ, das Bistum Hildesheim und sind Teil der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Göttingen. Sie wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.